Warum keine Schraubensicherung?

lobolupo

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Bereits 2015 haben andere Foristen beklagt, dass sich an ihrem Laptop die Schrauben lösen und gefragt, warum die nicht gesichert sind? Der entsprechende "Klebstoff" kostet für einen Laptop mit seinen 10 Schrauben weniger als 1 Cent und das ist Stand der Technik, d.h. das muss doch im Montagevorgang vollautomatisiert beinhaltet sein?
Schrauben ohne Sicherung macht eigentlich nur der Heimwerker aber so was macht man doch nicht in der industriellen Montage?
Noch dazu ein Laptop, dadurch dass es transportabel ist, dynamischer BElastung ausgesetzt ist und sei es nur dadurch, dass es im Auto mitfährt?
Tatsächlich mußte ich jetzt bei meinem Laptop, Baujahr 2018, auch konstatieren, dass die Schrauben einfach so rausfallen, d.h. eine fand ich auf dem Tisch, daraufhin stellte ich fest, dass alle locker waren und zwei bereits fehlten.
Man kann also jedem nur raten die Schrauben nachzuziehen und hoffen, dass der Laptop nicht kaputt geht, weil sich im inneren auch die Schrauben lösen.
Schlichtweg unsäglich, so was, so zu produzieren und zu verkaufen.
 

Mc Stender

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Hallo,
schau die 1. Gewindegänge an.
Keine Verfärbung vom Sicherungs-Lack ?
Liegt halt an den Zulieferen in Asien.
Egal, welcher Hersteller / Marke.
Ist ja nicht so Wichtig. :rolleyes:

Gruß
Mc Stender


Ps.: Dann Schraub mal einen 5810TG auseinander.
Bei 50 Schrauben hab ich mit dem Zählen aufgehört.:eek:
Nicht mit dem Schrauben.:p
 

lobolupo

Neuer Benutzer
Ich weiß, was eine Schraubensicherung ist und da ist keine.
Und wenn ich schreibe, dass das für den ganzen Laptop weniger al €0,01 an Materialkosten bedeutet, dann schreib ich das, weil ich das weiß.
 

The Grinch

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Kauf Dir Loctite Rot, für ein paar Euro, und papp an jeder schraube einen Klecks!
Bekommst danach zwar nie wieder eine Schraube los, aber verlierst auch nie wieder eine.
 

lobolupo

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Loctite, wie auch andere Schraubensicherungen gibt es in verschiedenen Festigkeitsstufen zu kaufen.
Tatsächlich habe ich auch noch übrig, d.h. ich bekam das mal als Werbegeschenke und es steht Dir frei zu raten warum.
Deswegen weiß ich auch, dass "nie wieder los" nicht stimmt.
Es bleiben aber 2 Probleme:
1. Es fehlen bereits 2 Schrauben
2. Wie sieht es mit den Schrauben im Gerät aus? - Wohl auch nicht anders als am Boden.
Das hat auch nichts mit Zulieferern von Acer zu tun, weil gerade die Endmontage der Komponenente meist noch beim "Hersteller" erfolgt.
Jetzt kann ich das Ding auch noch aufschrauben und alle zugänglichen Schrauben nachziehen und hoffen, dass keine unter einer Komponente verdeckt ist?
DAs ist einfach unsäglich, etwas so zusammenzuschrauben und zu vertickern.
 

Mc Stender

Senior - Moderator
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Hallo,
nochmal.
Die allerwenigsten Geräte kommen vom Hersteller, der draufsteht.
Die meisten werden, wie das Neudeutsch heist, im outsourcing produziert.
Also bei externen Firmen.

Und in Asien sind 30 Tage Gewährleistung üblich. Daher findet Qualitätsmanagement häufig beim Kunden statt.
Das, was wir hier als "Montags-Gerät" bezeichnen, ist dort nicht gerade selten.

Fehlende Schraubensicherung incl.

Gruß
Mc Stender


Ps.: Hersteller unabhänig. Und ja.
Auch schon Geräte auf dem Tisch gehabt, ohne Wärmeleitmittel.
Nur mit dem Fingerabdruck vom Monteur.
 
Zuletzt bearbeitet:

lobolupo

Neuer Benutzer
Danke, dass ich als studierter Logistiker mit Jahrzehnten Berufserfahrung im internationalen Umfeld auch noch "Outsourcing" erklärt bekomme :))
(Ein deutsches Kunstwort, wie Handy, das sich aus Outside Source Using zusammensetzt, d.h. sich so in keinem englischsprachigen Paper findet.)
Dass die einzelnen Komponenten von Computern - mit der einzigen großen Ausnahme Apple - von Zulieferern produziert wurde, war mir eigentlich auch schon einige Tage bekannt.
Denn da gab es einen Artikel im Harvard Business Magazine über die IBM System/360 irgendwann Anfang der 70er Jahre in denen die entsprechende Modularisierung beschrieben ist,die mit genau diesem Computer begann.
Die Endmontage machen die Namensgeber aber meist doch noch selbst, weil sie sonst total unnötig, vgl. hierzu den amerikanischen KLassiker zur Untenrehmensstrategie Michael E. Porter.
Und ja, auch wenn man in Asien kauft oder montieren lässt, kann man technische Mindestvorgaben machen und überwachen, außer man ist ein Discounter.
Für ein Unternehmen, das aber jahrelang am Markt ist, wie ACER ist das nur peinlich.
 

Mc Stender

Senior - Moderator
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Danke, dass ich als studierter Logistiker mit Jahrzehnten Berufserfahrung im internationalen Umfeld auch noch "Outsourcing" erklärt bekomme :))
Hallo,
niemand weiß, wer Du bist, oder was Du machst.
Aber stell Dir vor, es gibt Leute, die das nicht Wissen (können).
Also bitte, friedlich bleiben. Es geht nicht gegen Dich persönlich.

Niemand will dich "belehren".

Aber es gibt halt Aspekte, die auch berücksichtigt werden sollten.

Selbst ex IBM, heute Lenovo nutzt heute externe Dienstleister in Asien um Produkte in Asien zu fertigen.
Nicht immer ist das der Qualität zuträglich. :rolleyes:

Gruß
Mc Stender


Ps.: Vorgaben zu machen, ist das eine. Die dann einzuhalten.... Nun, nach ISO 9000 ja kein Problem.
Wie war das noch ?
Mit soll und ist ?
 

lobolupo

Neuer Benutzer
Ich bin ruhig, ich bin sogar richtiggehend heiter, weswegen ich noch hinzufügen möchte, dass die ISO 9000 ebendie ist mit der Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert werden und in diesem Fall für ein produzierendes Unternehmen die ISO 9001 die ric htige wäre.
Ich habe auch da so eine kleine Zusatzausbildung ;-)
Rekapitulieren wir doch mal: Ich reklamiere fehlende Schraubensicherungen und über mehrere Runden tun sich immer mehr Abgründe auf, d.h. die Erklärungen werden immer noch schlimmer als der Ausgangssachverhalt.
Die Kurzform lautet doch: Kauf den Schamass doch sonstwo und immer den allerbilligsten, weil selbst wenn ein bekannter Name draufsteht ist es nur Ramsch den Du noch dazu baugleich sonstwo erhälst? Danke für den Hinweis!
Bzgl. der Asiaten habe ich gelernt, dass die mehr als genau das machen, was man ihnen sagt, d.h. wir brechen jetzt hier keine Kolonialismusdiskussion vom Zaun.
Ich gehe aber mal davonaus, dass es sicherlich nichts genetisches ist.
Dies, wenn bspw. die nachträglich von einer deutschen Vertragswerkstatt nachträglich eingebaute Kamera meines Autos aus dem Hause Skoda nach 21 Monaten einen Wackelkontakt hatte, weil eine Mutter ohne Drehmomentschlüssel festgezogen und auch sonst nicht gesichert war :))
 

lobolupo

Neuer Benutzer
Korrektur: DIN ISO 9001 für produzierende Unternehmen mit eigener Entwicklung, DIN ISO 9003 für Unternehmen, die keine eigene Entwicklung haben also nur zusammenschrauben.
 
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